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der Nachfolge- und Beteiligungsmarkt wird 2026 spürbar selektiver sein: Es wird weniger Transaktionen geben, die jedoch stärker auf Substanz fokussiert sein werden. In dieser Ausgabe finden Sie ein kurzes Markt-Update, einen Blick auf die Nachfolge im Handwerk sowie ein Update zum Praxisverkauf.

Markt-Update: Private Equity & M&A 2026 – weniger Breite, mehr Qualität
Handwerk: Nachfolge wird zur Schlüsselfrage – entscheidend ist die Übergabefähigkeit
Ärzte & Praxisverkauf: Zwischen Regulierung und Investoreninteresse
Aus der Praxis: Generationswechsel mit zusätzlichem Partner (anonymisiert)

Markt-Update

Private Equity & M&A 2026 – weniger Breite, mehr Qualität

Im Vergleich zu den Hochphasen der vergangenen Jahre hat sich der Markt beruhigt – das Transaktionsvolumen ist niedriger, die Ansprüche jedoch höher. Käufer prüfen heute genauer.

Worauf Interessenten typischerweise zuerst achten:

Belastbare Zahlen und konsistente KPI-Logik
Stabile Kundenstruktur (Abhängigkeiten, Vertragslage, Wiederkehrumsätze)
Funktionierende Prozesse und klare Verantwortlichkeiten
Nachvollziehbare Entwicklungsperspektive (Wachstumshebel, Investitionsplan)

2026 wird deshalb weniger als „Boom-Jahr“ und mehr als Phase der Professionalisierung und Neujustierung gesehen. Für gut aufgestellte Mittelständler mit solider Ertragskraft und klaren Strukturen bleibt der Markt jedoch attraktiv.

5 Fragen, die in Gesprächen schnell aufkommen

Welche 8–12 Kennzahlen steuern das Unternehmen – und wie haben sie sich über drei Jahre entwickelt?

Wie stark hängt Vertrieb/Operatives/Entscheidungen am Inhaber?

Wie sehen die Top-10-Kundenanteile aus – und wie werden Klumpenrisiken reduziert?

Welche Kernprozesse sind dokumentiert und wer ist verantwortlich?

Welche Investitionen stehen in den nächsten 12–36 Monaten an und mit welchem Zweck?

Den vollständigen Check mit 10 Fragen (inkl. kurzer Erläuterungen und Praxistipps) finden Sie im > Blog.

Handwerk

Nachfolge wird zur Schlüsselfrage – entscheidend ist die Übergabefähigkeit

Im Handwerk steht bei vielen Betrieben die Nachfolge im Vordergrund. Gleichzeitig wächst das Interesse an gut geführten Unternehmen – besonders in Bereichen wie Kälte/Klima, Elektro, SHK und baunahe Dienstleistungen.

In der Praxis geht es selten nur um den Preis, sondern häufig um folgende Punkte:

Wie stabil läuft der Betrieb ohne den bisherigen Inhaber?
Sind Abläufe, Zuständigkeiten und Kalkulationslogik nachvollziehbar
Wie sind Team, Auslastung und Fachkräftebindung aufgestellt?

Wer hier frühzeitig Ordnung schafft, verbessert seine Optionen – egal, ob es um eine interne Nachfolge, einen Verkauf oder einen zusätzlichen Partner geht.

Ärzte & Praxisverkauf

Zwischen Regulierung und Investoreninteresse

Auch im Gesundheitsbereich bleibt die Dynamik hoch. Besonders attraktiv gelten u. a. Radiologie, Orthopädie, Augenheilkunde und Labormedizin. Gleichzeitig spielen Regulierung und Rahmenbedingungen eine wichtige Rolle.

Was Praxisinhaber in Gesprächen häufig besonders bewegt:

Nicht nur der Kaufpreis, sondern auch die zukünftige Rolle und Autonomie
Sicherheit für das Team und eine verlässliche Weiterführung der Praxis
Planbarkeit der Erlöse – inklusive möglicher Auswirkungen durch Anpassungen (z. B. GOÄ)

Ein sauberer Blick auf verschiedene Szenarien und eine klare, transparente Darstellung der Praxiszahlen helfen, Unsicherheiten frühzeitig zu identifizieren.

GOÄ-Ausblick 2026

Die Diskussion um die GOÄ-Novellierung läuft weiter. Praxen sollten ihre Geschäftsmodelle daher mit Sensitivitäten planen und mögliche Effekte auf die Erlöse frühzeitig berücksichtigen.

Aus der Praxis

Generationswechsel mit zusätzlichem Partner

Ein wachsender Handwerksbetrieb plante die Übergabe an die nächste Generation. Zur Finanzierung von Investitionen und zur Professionalisierung der Strukturen wurde ein zusätzlicher Partner an Bord geholt – mit dem Ziel, die Kultur zu erhalten und den Übergang planbar zu gestalten.

Erfolgsfaktoren in diesem Fall:

Klare Rollenverteilung zwischen Nachfolger, Partner und Altinhaber
Ein Übergangsjahr, in dem der Altinhaber als Berater unterstützt
Ein priorisierter Investitions- und Maßnahmenplan für die ersten 12–18 Monate

Wenn Sie in den kommenden Monaten über Nachfolge, Teilverkauf oder einen zusätzlichen Partner nachdenken, lohnt sich ein früher Blick auf Zahlen, Strukturen und mögliche Engpässe. Gerne unterstützen wir Sie dabei, die richtigen Themen zu priorisieren und den Prozess strukturiert aufzusetzen.

Gerne stehen wir Ihnen für ein kurzes Gespräch zur Verfügung, wenn Sie ein Thema aus diesem Newsletter weiterdenken möchten.

Mit besten Grüßen,
Ihr Team der Conpair AG

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